ME/CFS ist eine schwere körperliche Erkrankung.
Bereits geringe körperliche, mentale oder emotionale Anstrengungen können zu einer deutlichen und anhaltenden Verschlechterung des Gesundheitszustands führen. Betroffene erleben häufig lange Diagnosewege, fehlende spezialisierte Angebote und unzureichende Unterstützung.
Suizidalität bei ME/CFS muss ernst genommen werden:
Studien weisen auf ein erhöhtes Suizidrisiko hin.
Hoffnungslosigkeit, soziale Isolation, Funktionsverluste und mangelnde Versorgung können
die Belastung verstärken.
Suizidgedanken können auch unabhängig von einer klinischen Depression auftreten.
Was sich ändern muss
- flächendeckende, spezialisierte Versorgung
- systematische Erfassung des Suizidrisikos
- gezielte suizidpräventive Maßnahmen
- Fort- und Weiterbildungen für Fachkräfte
- aufsuchende und telemedizinische Angebote
- mehr Forschung und bessere soziale Absicherung
Gute Versorgung ist Suizidprävention.
Menschen mit ME/CFS brauchen frühzeitige Anerkennung ihrer Erkrankung, eine korrekte Diagnostik, bedarfsgerechte medizinische und psychosoziale Unterstützung sowie soziale Absicherung.
Suizidprävention darf nicht erst in der Krise beginnen.
Unsere Stellungnahme zum Thema ME/CFS und Hilfsangebote für Betroffene, Angehörige und Hinterbliebene gibt es hier auf unserer Website.